Nordamerika

Oh, wie schön ist Vancouver!

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Als ich zum ersten Mal kanadischen Boden betrat, war ich sofort verliebt. Verliebt in ein Land, von dem ich irgendwie noch gar nichts wusste. Einfach so. Alles begann damit, dass ich vor vielen Jahren die wunderschöne Landschaft Kanadas in einem Reisekatalog entdeckte. Daneben war ein simples Bild einer Stadt zu sehen: hohe Spiegelgebäude, ein riesiger Park, überall grün und, als wäre dies nicht schon genug, das Meer. Aus irgendeinem Grund begeisterte mich diese Szenerie komplett und ich war mir sicher: Diese Stadt wird eines Tages, auch wenn nur für einige Monate, mein Zuhause sein. Die Rede ist von Vancouver.

Besonders gut gefällt mir das Klima, die Atmosphäre und die Nähe zur Natur. In Vancouver habe ich viel erlebt und die ganze Stadt erkundet; habe es geliebt, einfach durch die Strassen zu schlendern und neues zu entdecken. Während eines längeren Zeitraums erlebt man eine Stadt oder einen Ort aber auch noch einmal ganz anders. 🙂



Anreise
Bei dieser Reise handelte es sich um meinen ersten Langstreckenflug – und dies erst noch alleine! Dementsprechend aufgeregt war ich auch. Geflogen bin ich mit Swiss ab Zürich via Montreal nach Vancouver. Grundsätzlich hat alles gut geklappt und der Flug verlief komplikationslos, jedoch erwies sich die Sprache am Flughafen in Montreal eine kleine Hürde – ich verstand kein französisch, der nette Mitarbeiter kein englisch. Schlussendlich konnten wir uns dann aber mithilfe einer Übersetzungskarte doch noch verständigen. 🙂


Einreise & Visum
Für die Einreise nach Kanada benötigen Schweizer Staatsbürger einen Reisepass, welcher noch mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig ist, und ein elektronische Einreisegenehmigung (eTa). Diese kann man hier online beantragen, die Kosten betragen CAD 7.00. Ab einer Aufenthaltsdauer von 6 Monaten wird ein Visum benötigt.


Unterkunft
Da ich in Vancouver eine Sprachschule besucht habe, habe ich bei einer Gastfamilie gewohnt. Danach sehr oft in Unterkünften, die ich via Airbnb gebucht habe.



Was kann man in Vancouver unternehmen?
Hier kommen meine Ausflugsideen:

Lighthouse Park
Der Lighthouse Park befindet sich etwas ausserhalb der Stadt in West Vancouver. Man kann kurze Wanderungen durch den Wald bis hin zum Point-Atkinson-Leuchtturm unternehmen. Das Gefühl, wenn man endlich die Felsen und das Meer erreicht: unbezahlbar. Eine fast endlose Weite und absolute Ruhe erwarten dich an diesem Ort.

Ich habe das Glück, bereits zweimal dort gewesen zu sein und der Lighthouse Park hat mir beide Male wirklich gut gefallen. Am besten fährt man mit dem Seabus nach North Vancouver und nimmt dort den Bus, welcher direkt vor den Park fährt. Wer mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs ist, überquert die Lions Gate Bridge und folgt dann dem Wegweiser. Die Parkplätze vor Ort sind beschränkt und ich empfehle dir wärmstens, feste (oder zumindest geschlossene) Schuhe zu tragen.



Harbour Tower & Restaurant
Der Harbour Tower gilt als Wahrzeichen der Skyline von Vancouver. Er ist 28 Stockwerke hoch und bietet einen fantastischen Ausblick über die Stadt. Jeder, der in der Stadt unterwegs ist, kommt irgendwann einmal am Turm vorbei. Wer lediglich den Ausblick geniessen will, kann dies während einer Tour oder eines eigenen Besuchs machen.

Meine Eltern haben mir bei ihrem Besuch als Überraschung ein Nachtessen im Restaurant, welches sich ganz oben im Harbour Tower befindet, geschenkt. Und das empfehle ich auch dir, denn das Essen ist wirklich gut und die Aussicht noch viel besser! Die beste Zeit für ein Nachtessen ist ohnehin um 19:00 Uhr, wenn die Dämmerung einsetzt und die Stadt langsam zu leuchten beginnt. Die Restaurantplattform dreht sich in einer Stunde einmal um die eigene Achse, sodass man jede Ecke einmal gesehen hat. Das Essen ist zwar nicht ganz günstig, aber wirklich jeden Cent wert. Denke daran, vorher unbedingt zu reservieren.



Stanley Park
Mit seiner Fläche von knapp 405 Hektaren zählt der Stanley Park zu einem der 3 grössten Stadtpärken in ganz Nordamerika. Man kann hier Fahrrad fahren, einen Spaziergang unternehmen oder einfach nur verweilen – und dies stets entlang des Pazifiks. Früher war der Park noch eine Insel und archäologische Untersuchungen zeigten, dass er vor mindestens 3000 Jahren sogar bewohnt war. Ende des 18. Jahrhunderts handelte es sich um eine der dicht besiedelten Regionen in Nordamerika. Das Volk lebte aber nicht, wie es sonst sehr oft vorkam, von der Landwirtschaft, sondern von Fischen, Muscheln und Krebsen.

So abwechslungsreich Vancouver ist, so abwechslungsreich ist auch der Stanley Park. Knapp eine halbe Million Bäume ist hier zu finden, der Grossteil des Parks besteht aus Wald. Wenn du Ruhe suchts, gönnst du dir am besten eine kurze Auszeit am Beaver Lake. In der Mitte des Rundweges entlang der Ufermauer steht die Lions Gate Bridge, welche die Stadt mit North Vancouver und West Vancouver verbindet. Vom Prospect Point aus offenbart sich eine sehr schöne Aussicht auf die Brücke und die Stadt. Die Totempfähle am Eingang des Stanley Parks erinnern an die ehemaligen Bewohner. Rund 8 Millionen Besucher jährlich statten dem Stanley Park einen Besuch ab.



Lynn Canyon Park
Wer Abstand vom ganzen Stress und der Stadt braucht, ist hier genau richtig: im Lynn Canyon Park. Der Park wurde im Jahre 1912 eröffnet und bietet viele Wandermöglichkeiten, eine Hängebrücke, grüne Naturpools und eine schier endlose Anzahl an Bäumen. Auch der Lynn Canyon Park liegt in North Vancouver und auch hier reist man am besten mit dem Seabus nach North Vancouver und nimmt dort den Bus. Auch dieser hält beinahe vor dem Eingang des Lynn Canyon Parks; nur noch ein kurzes Stückchen zu Fuss, und schon hat man das Naherholungsgebiet erreicht.



English Bay
Der English Bay, eine Bucht westlich des Stadtzentrums, ist der wohl beliebteste Strand in Vancouver. Und meiner Meinung nach auch der Schönste. 🙂 Während meiner Zeit in der kanadischen Stadt habe ich mich oftmals an den Strand gesetzt und die wunderschönen Sonnenuntergänge betrachtet.

Erreichbar ist der English Bay auf 2 Arten: Entweder biegt man im Stanley Park beim richtigen Wegweiser (English Bay) ab oder man setzt sich in den Bus und fährt bis Denman Street (2013 war es noch der Bus mit der Nummer 5). Von dort ist es dann nur noch ein kleines Stückchen über die Strasse, bis man den Sand unter den Schuhen spürt.



Warst auch du schon einmal in Vancouver? Wie hat es dir dort gefallen? Und welches ist dein persönlicher Lieblingsort? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen!

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