Australien

Von der Stadt an die Küste

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Australien eroberte unsere Herzen im Sturm und so freuten wir uns wahnsinnig auf die 5 Wochen Camping, die vor uns lagen. Nachdem wir am Sonntag unseren Camper abgeholt hatten, starteten wir auch direkt mit unserem Roadtrip. Der erste Halt war Augusta, wo wir sogleich auf einem kleinen Campingplatz das erste Mal übernachteten. Die Nacht war kalt; und dennoch schliefen wir hervorragend. 🙂 Am nächsten Morgen fuhren wir weiter nach Cape Leeuwin. Dort haben wir kurz gehalten und uns den Leuchtturm angeschaut. Dieser Leuchtturm befindet sich am südwestlichsten Punkt des australischen Festlandes.

Die Reise führte uns nach Albany, wo wir eigentlich auf einem kleinen Campingplatz übernachten wollten. Doch leider war dieser voll und so empfahl uns der Betreiber, einfach bei der BBQ-Station zu campen. Der Platz lag direkt am Strand; einschlafen mit Meeresrauschen war also vorprogrammiert! Als es immer dunkler wurde, erhaschten wir einen Blick in den Sternenhimmel über uns. Ich bin selten wirklich sprachlos, doch du kannst mir glauben: in diesem Moment war ich es. Wow, noch nie in meinem ganzen Leben hatte ich so viele Sterne auf einmal gesehen!



Am nächsten Morgen ging es für uns bereits um 06:00 Uhr wieder los. Der nächste Punkt unserer Route war der Fitzgerald River Nationalpark. Hier hatten wir zwei Übernachtungen eingeplant und im Endeffekt war dies perfekt für uns. Die Landschaft des Parks ist wunderschön; das türkisblaue Wasser und der schneeweisse Sand luden zum Verweilen ein. Wir unternahmen viele kurze Spaziergänge auf einem der kurzen Trails; unterwegs begegneten wir Echsen und Vögeln. Von hier aus können auch gut Wale beobachtet werden, wenn man in der richtigen Saison reist. Auch ohne diese Beobachtung genossen wir die Natur des Fitzgerald River Nationalpark; es ist unglaublich schön, wie sich das kräftige Grün vom klaren Wasser abhebt.

Der Fitzgerald River Nationalpark, ein rund 3300 km² grosses Gebiet, wurde von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt und beheimatet eine einmalige Flora und Fauna. Über 200 Säugetiere leben hier; über 60 endemische Pflanzen wurden im Park entdeckt. Damit dies auch so bleibt, und sich nicht irgendwelche Krankheiten ausbreiten und Tier- und Pflanzenwelt bedrohen, achte darauf, deinen Müll immer mitzunehmen und auch die Schuhe sauber zu halten.



Noch vor Einbruch der Dämmerung erlebten wir eine kleine Überraschung: unser erstes Känguru in freier Wildbahn! Gemütlich sassen wir vor unserem Camper auf den Stühlen und lasen, als ich plötzlich im Augenwinkel etwas vorbeihuschen sah; ganz leise und flink huschte es an uns vorbei. Danach blieb es sogar eine Weile und schaute uns beim Lesen zu. Was für ein unglaublicher Moment. 🙂



Nach einer kurzen und kalten Dusche, einem leckeren Frühstück und einer gewissen Leichtigkeit führte uns unsere Reise weiter Richtung Esperance. Dort angekommen besuchten wir den Nationalpark Cape Le Grand. Und eigentlich wollten wir uns das berühmte Fotomotiv ‹liegende Kängurus im schneeweissen Sand› anschauen – stattdessen sahen wir lediglich eine ganze Menge Menschen. Es war ziemlich heiss, weshalb wir weiterfuhren. Schade, aber nichtsdestotrotz hat der Park noch viele schöne Ecken zu bieten, wie etwa die Hellfire Bay oder den Frenchmans Peak.



Am Ende unserer ersten Woche in Westaustralien fuhren wir ein gutes Stück nördlich, genauer gesagt nach Hyden. Unser Ziel war der Wave Rock, die grosse steinerne Welle aus Granit. Die Gesteinsformation, die vermutlich rund 2,7 Milliarden Jahre alt ist, ist 15 Meter hoch und weist eine Länge von 110 Metern auf. Rund 150’000 Besucher strömen jährlich nach Hyden, um den Granitfelsen zu bestaunen.

Während der Fahrt kletterte das Thermometer stetig weiter und stoppte bei 42 Grad. Abends kühlte es dann rasant ab und gewitterte. Brach einen Tag zuvor ein Buschfeuer ganz in der Nähe aus, wurde der Boden mit Wasser getränkt. Nach einem kurzen Besuch beim Wave Rock ging unsere Reise dann aber auch bereits weiter.



Nach den paradiesischen Stränden und der ‹Welle aus Gestein› geht es für uns weiter – nördlicher, um genau zu sein. Wir sind gespannt, welche Landschaften und Abenteuer uns erwarten.

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