Australien

Australiens bunte Westküste

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Unsere zweite Woche startete regnerisch. Da unser Schlauch am Gasherd in Hyden aufgrund der Hitze geplatzt war, mussten wir zurück nach Perth und diesen ersetzen lassen. Eine Nacht verbrachten wir auf einem Campingplatz ausserhalb der Stadt und fuhren am nächsten Morgen früh los Richtung Nambung Nationalpark. Unser Plan, die Pinnacles im besagten Nationalpark zu besuchen, fiel aber buchstäblich ins Wasser, denn es regnete wie aus Eimern. Selbst mit unserem 4WD war es uns zu heikel, denn man fährt im Nambung Nationalpark nur auf Sand. Und so machten wir uns auf und fuhren nordwärts.

Next Stop: Kalbarri Nationalpark. Auf dem Weg dorthin kreuzten Emu’s unseren Weg; eine rote Schlange wand sich auf der Strasse vor uns. Endlich angekommen, entdeckten wir, dass wir auch hier eine Änderung des Plans vornehmen mussten, denn wie es das Schicksal so wollte, war die einzige Strasse im Kalbarri Nationalpark wegen Roadwork geschlossen. Ernsthaft? Schliesslich hatten wir uns so darauf gefreut, das Natural Window zu sehen. Naja, ändern konnten wir das ja nicht, weshalb wir dann trotzdem den Park besuchten und an einer kleinen Schlucht die Weite genossen. Das Frühstück war im Camper angesagt – zu viele Mücken schwirrten einfach um uns herum. 🙂



Anstatt den Nationalpark zu besuchen, fuhren wir weiter nach Monkey Mia. Unterwegs hielten wir noch an, um uns das Hamelin Pool Marine Nature Reserve und den Shell Beach anzusehen. Die Hamelin Pools befinden sich an der Shark Bay. Vor allem bekannt sind sie für die vielen Stromatolithen, die heute nur noch an wenigen Orten auf unserer Erde vorkommen. Bei Stromatolithen handelt es sich um Ablagerungsgesteine der Kolonien aus Cyanobakterien. Diese zählen mitunter zu den ältesten Nachweisen für Leben dieser Welt, denn nachweisen konnte man die Stromatolithen bis zurück vor etwa 3,5 Milliarden Jahren.

Und auch der Shell Beach eignet sich perfekt für einen kurzen Besuch, weshalb wir einen Abstecher dorthin unternahmen. Der rund 40 Kilometer lange Küstenstreifen befindet sich ebenfalls an der Shark Bay. Hier liegen so viele Herzmuscheln, dass sie eine Schicht von 10 Metern bilden! Von Wind und Wetter sind die Muscheln so stark zusammengepresst worden, dass sie sich fast nicht bewegen lassen. Durch ihre Farbe und der Menge an Muscheln schimmert der Strand schneeweiss.



In Monkey Mia angekommen, buchten wir uns auf dem einzigen Campingplatz einen Platz für zwei Nächte. Dieser lag wunderbar direkt am Meer, Emus statteten dem Campingplatz auch noch einen Besuch ab und Pelikane tummelten sich am Strand und genossen den Sonnenuntergang mit uns. Wir hatten geplant, bei der Fütterung der Delfine am nächsten Morgen dabei zu sein, und einen gemütlichen Tag einzulegen.

Bei den Delfinen handelt es sich um wilde Tiere, die seit ca. 1960 immer wieder die Nähe des Ufers aufsuchen. Alles begann damit, als die Fischer ihre Fischabfälle mit den Delfinen teilten. Und seither kann man jeden Morgen dabei sein, wenn die Ranger die Fische verteilen. Dabei muss ein gewisser Abstand eingehalten werden und es ist strengstens untersagt, die Tiere anzufassen! Jeweils 6 Personen werden von den Volontären ausgesucht, und diese Personen dürfen dann die Fische verfüttern. Auch ich wurde ausgewählt – was für ein schönes Erlebnis!



Am übernächsten Tag ging unsere Reise dann weiter und führte uns in den Francois Peron Nationalpark. Dieser weist eine Fläche von 525 km² und wurde nach seinem Entdecker, dem Zoologen François Péron, benannt.

Bitte beachte, dass man den Francois Peron Nationalpark (ab der Schaffarm) lediglich mit einem 4×4 Fahrzeug besuchen kann. Bei den Reifen muss die Luft abgelassen werden, um auf dem sandigen Boden vorwärtszukommen. Die Fahrt zum Cape Peron war anstrengend und holprig, doch wir wurden mit einem wahren Farbspektakel belohnt: hellweisser Strand, dunkelblaues Wasser und die rote Farbe des Sandes des Parks. Wow!



Unser Abenteuer in Down Under geht weiter und wir sind gespannt, was uns die nächsten 3 Wochen bringen werden. Bereit für neue Abenteuer sind wir allemal!

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