Nordamerika

Von der Wildnis nach Hollywood

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Einmal quer durch die USA reisen; am besten mit einem Mietwagen. Ein Roadtrip bedeutet für viele Menschen unendliche Freiheit. Auch wir sehnten uns nach diesem Gefühl und wählten dabei die Strecke von Denver bis Los Angeles. Vor dieser Reise war ich lediglich eine Woche in New York; der Rest der Staaten kannte ich nicht. Ich war gespannt auf die abwechslungsreiche Landschaft und die Sehenswürdigkeiten, die wir besuchen wollten.



Anreise
Wir sind mit Swiss von Zürich nach Chicago geflogen, wo wir unser Gepäck abholen und neu einchecken mussten. Von Chicago aus ging es weiter nach Denver, beide Flüge waren absolut in Ordnung und verliefen ohne Probleme.


Einreise & Visum
Für die Einreise in die USA benötigen Schweizer Staatsbürger einen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum gültig ist, und ein Visum. Das Visum ist das sogenannte ESTA und kann online beantragt werden. Dies auszufüllen ist selbsterklärend und geht relativ einfach. Das ESTA kostet USD 15.00 pro Person und ist 2 Jahre lang gültig. Während dieser Zeit darf man so oft einreisen, wie man möchte, jedoch darf kein Besuch mehr als 90 Tage dauern. Und aufgepasst: Mittlerweile kursieren im Netz sehr viele ‹Fake-Seiten›, über die man das ESTA oft teurer bestellen kann. Ich empfehle, das Visum lediglich auf der offiziellen Seite zu beantragen (endet mit gov.). Dies ist die offizielle Homepage des Heimatschutzministeriums.


Unterkunft
Da wir eine Rundreise unternommen und die Unterkünfte spontan gebucht hatten, werde ich diese hier nicht separat aufführen. Mit Ausnahme von Las Vegas haben wir immer in Best Western oder Holiday Inn übernachtet.



Mount Rushmore
Unsere erste Etappe führte uns von Denver zum Mount Rushmore. Dieser befindet sich in den Black Hills im Bundesstaat South Dakota. Das Denkmal mit den vier Gesichtern wurde im Jahr 1941 fertiggestellt. Doch wer sind die in den Fels gemauerten Personen denn überhaupt? Es handelt sich dabei um die, bis zur Fertigstellung des Denkmals, symbolträchtigsten und bedeutendsten Präsidenten der USA: George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln. Jedes Portrait weist eine Höhe von 18 Meter auf! Wenn man wirklich davor steht, ist das Kunstwerk unglaublich eindrucksvoll!



Yellowstone-Nationalpark
Wer Natur pur sucht ist im Yellowstone-Nationalpark genau richtig. Vor der Reise wusste ich gar nicht so recht, was ich an Kleidung einpacken sollte. Denn einerseits würden uns Sonne und hohe Temperaturen erwarten, andererseits Kälte und Schnee. Du fragst dich, wo wir Schnee erwarteten? Das verrate ich dir gerne: im Yellowstone-Nationalpark. Und dieser entpuppte sich zu einer meinen liebsten Ziele dieser Reise! Es handelt sich dabei um den ältesten Nationalpark der Welt; eröffnet wurde er 1872 und ist vor allem für seine Geysire und die blubbernden Schlammlöcher bekannt. Der Park beheimatet Tiere wie Bisons, Wölfe und Bären. Im Jahr 1978 erklärte man den Yellowstone-Nationalpark zum Weltkulturerbe.

Der Park ist voller bunter Farben; überall zischt es. Die unterschiedlichen Landschaften, welche man übrigens wirklich mit eigenen Augen gesehen haben muss, haben mich sofort in den Bann gezogen. Übernachtet haben wir etwas ausserhalb in Cody, doch auch im Yellowstone-Nationalpark selbst finden sich wunderschöne Lodges als Übernachtungsmöglichkeit.



Arches-Nationalpark
Wer in der USA herumreist, kommt um die verschiedenen Nationalparke gar nicht herum – oder will es bestenfalls auch gar nicht. 😉 Der Arches-Nationalpark ist landschaftlich ganz anders als der Yellowstone-Nationalpark; hier sind die meisten natürlichen Steinbögen der Welt zu finden. Diese sind durch die Erosion und Witterung im Laufe der Zeit entstanden. 1929 wurde das komplette Gebiet als National Monument unter Schutz gestellt, 1971 aufgewertet und zum Nationalpark erklärt.

Über 2000 Steinbögen sind im Arches-Nationalpark zu finden, zu den meisten müssen Wanderungen unternommen werden. Auch hier kann es richtig heiss werden, weshalb es wirklich wichtig ist, genügend Wasser dabei zu haben. Die Landschaft des Arches Nationalpark ist atemberaubend. Es ist einfach immer wider eindrücklich, was Mutter Natur uns alles zu bieten hat. Wenn du noch mehr über die einzelnen Orte des Parkes erfahren möchtest, schau gerne auf dem Blog von Ina vorbei.



Monument Valley
Vermutlich kennst du die berühmte Szenerie des Monument Valleys aus einem Westernfilm oder aber auch aus Forest Gump. Die Hochebene mit den riesigen Felsplateaus, welche übrigens als Markenzeichen des Monument Valleys bezeichnet werden, liegt in den Bundesstaaten Utah und Arizona. Die ersten Einwohner des Gebietes waren wohl die Native Americans der Anasazi. Die ersten Höhlen wurden bereits vor über 1500 Jahren gebaut; jedoch verschwanden die Ureinwohner noch vor der Ankunft der Weissen komplett aus der Region. Rund 300 Navajo leben heute im Monument Valley und pflegen ihre Traditionen.

Da der geschichtliche Hintergrund interessant und die Landschaft sehr einladend wirkten, machten wir uns daran, das Monument Valley zu erkunden. Und da das Glück bekanntlich auf dem Rücken der Pferde liegt, wählten wir diese Variante. Wir waren und sind bis heute keine erfahrenen Reiter und waren ganz gespannt, wie wir diesen Ritt meisten würden. Nach einer wirklich sehr holprigen Fahrt, trafen wir am Pferdestall ein. Uns wurde nahegelegt, lange Hosen zu tragen, was sich als ein ziemlich guter Ratschlag erwies. Die Sonne war zwar brütend heiss und brannte nur so herab, aber unsere Oberschenkel wären sonst ziemlich aufgescheuert gewesen. Durch die Landschaft zu reiten war toll, da wir uns auch etwas abseits der Strasse bewegten. Mitgebucht hatten wir einen Guide, der uns einige Informationen weitergab und viel erklärte. Ein Besuch des Monument Valleys darf auf deiner Reise auf keinen Fall fehlen!



Williams
Ein guter Ausgangspunkt, um den weltberühmten Grand Canyon zu besuchen, ist das Städtchen Williams. Es scheint beinahe so, als wäre die Zeit hier stehengeblieben, denn alles erinnert hier an die historische Route 66. Das Tor zum Grand Canyon, wie sich Williams selbst bezeichnet, liegt rund eine Stunde Fahrtzeit vom South Rim des Nationalparks. Dass der Ort vom Tourismus lebt, merkt man spätestens, wenn man einen der vielen Souvenirshops besucht. Nichtsdestotrotz fand ich den kurzen Aufenthalt super spannend. 🙂



Grand Canyon
Am Grand Canyon stehen und in die tiefe Schlucht hinunterblicken – ein Gedanke, der wohl viele träumen lässt. Auch mir erging es da nicht anders und dementsprechend aufgeregt war ich, als wir uns auf den Weg zum Grand Canyon machten. Ich wage zu behaupten, dass dies einer der Augenblicke war, die man niemals in Bildern einfangen oder mit Worten beschreiben kann. Zumindest war dies bei mir der Fall, und ich kann absolut nachvollziehen, dass es sich hierbei um eine echte Touristenattraktion handelt.

Die rund 450 Kilometer lange Schlucht erstreckt sich von Westen nach Nordosten in Arizona und liegt grösstenteils im Grand-Canyon-Nationalpark. Seit 1979 gehört der Grand Canyon zum UNESCO Weltnaturerbe. Der Nationalpark kann von 3 Seiten her besucht werden: dem Nordrand, dem Südrand und dem Arizona Strip, wohingegen letzterer kaum besiedelt ist. Bereits im Jahr 1880 wurde der Grand Canyon als touristisches Ziel entdeckt und jedes Jahr wird er von mehreren Millionen Menschen besucht. Im Park gibt es 5 Vegetationszonen und wer Glück hat, trifft hier sogar auf eine Herde Bisons.



Las Vegas
Las Vegas oder auch: die Stadt der Sünden. Die Anfahrt war grandios; wie aus dem Nichts erschien die Stadt mitten vor uns in der Wüste. Die Hitze war drückend, doch wenn es in Las Vegas etwas gibt (nebst den Casinos natürlich!), dann sind es Klimaanlagen. 😉 Wir erkundeten die Shopping-Malls und gönnten uns einen Milkshake. Abends sahen wir uns dann eine Show von Daniel Copperfield an, welche mich echt beeindruckte! Bis heute frage ich mich, wie der ein oder andere Trick wohl funktioniert. Der Eintrittspreis war mit USD 100 pro Person zwar nicht gerade günstig, hatte sich aber definitiv gelohnt. Zum Schluss schlenderten wir noch etwas dem Strip entlang, und obwohl wir in Vegas nicht wirklich Sehenswürdigkeiten bestaunen wollten, stand der Besuch der Wasserspiele beim Bellagio auf dem Plan. Doch leider waren wir nach der Show zu spät dran, denn diese finden nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit statt.

Viele Menschen lieben die glitzernde Stadt Las Vegas. Das gilt auch für mich, und dennoch war ich froh, dass wir die Stadt am nächsten Tag verliessen und unseren Roadtrip fortsetzten.



Tijuana (Mexiko)
Seitdem ich anno dazumal O.C. California gesehen hatte, wollte ich irgendwie nach Tijuana in Mexiko. Das bietet sich perfekt an, wenn man sich in San Diego aufhält. Von dort aus sind es nur rund 30 Minuten bis zur Fussgängerbrücke an die Grenze zu Mexiko. Den Unterschied zu den Staaten bemerkten wir sehr schnell: keine super neuen Gebäude; vieles ist zerfallen. Die Marktstände laden zum Verweilen ein, Wirte buhlten um Gäste ihrer Restaurants. Selbstverständlich nahmen auch wir in einem kleinen mexikanischen Restaurant unser Mittagessen ein; wobei das Essen zwar unglaublich lecker war; die Margarita jedoch sehr stark. 🙂 Den restlichen Tag verbrachten wir draussen und fielen abends todmüde ins Bett. Über die Grenze konnten wir übrigens ohne Probleme zu Fuss, lediglich unseren Reisepass mussten wir vorweisen. Vor einem Besuch nach Tijuana solltest du dich unbedingt noch einmal genau informieren, denn Stand 2019 gilt die mexikanische Stadt offenbar als die gefährlichste Stadt der Welt.



Los Angeles
Der letzte Stopp unserer Reise war Los Angeles; die Stadt der Engel. Ich glaube, entweder mag man Los Angeles oder nicht, mir gefiel die Stadt aber eigentlich ganz gut. Zuerst besuchten wir natürlich die ‹üblichen Verdächtigen›, wie etwa den Walk of Fame, das Universal Studio, Beverly Hills und das Hollywood Sign. Da wir in Santa Monica übernachtet haben, besuchten wir den Pier mit seinen vielen Lichtern und spazierten am Venice Beach entlang. Wir liessen uns hier einfach nur treiben und unternahmen keine grossartigen Dinge mehr.



Mit gefühlt unendlich vielen neuen Eindrücken flogen wir nachhause, mit dem festen Ziel, irgendwann wiederzukommen. Welche Tipps und Highlights hast du für eine Reise durch die USA?
Teile sie gerne mit mir in den Kommentaren.

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