Schreiben

Fesselnde Reiseberichte

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«Wie schreibt man denn eigentlich so einen spannenden Reisebericht?», wurde ich von meiner besten Freundin Noëmi gefragt. Früher bloggte sie regelmässig auf ihrem Buch-Blog, mittlerweile auf ihrer Homepage Womansphere. Aufgrund dessen ist ihr das Gebiet gar nicht unbekannt und doch unterscheiden sich unsere Kernthemen. Noëmi hat mich deshalb gebeten, ihren und meinen Lesern meine besten Tipps weiterzugeben.

Grundsätzlich sei gesagt, dass sich viele Möglichkeiten bieten, Texte zu verfassen. Am wichtigsten ist, dass man seinen eigenen Stil beibehält. Reiseblogger gibt es wie Sand am Meer, und umso mehr möchte ich mich von anderen abheben und unterscheiden. Nichtsdestotrotz habe ich hier meine Tipps zusammengetragen, die dir helfen, den eigenen fesselnden Reisebericht zu schreiben. Wichtig ist mir, zu betonen, dass es sich hierbei um eigene Ansichten und Wahrnehmungen handelt. Du hast andere oder schreibst anders? Wunderbar, und toll, dass du deinen eigenen Stil bereits gefunden hast. 🙂



Struktur
Am wichtigsten ist es für mich, eine Struktur in einem Blogpost zu haben. Als ich mit meinem Blog von der einen zur anderen Plattform umzog, setzte ich mich noch einmal ran und erstellte eine Struktur. Mir gefällt es, wenn ein Artikel immer denselben Ablauf aufweist und ich mich nicht zwischen den Zeilen verliere.

Ehrlichkeit
Ehrlichkeit wird bei mir gross geschrieben, denn meiner Meinung nach bringt es nichts, meinen Lesern falsche Tatsachen aufzutischen. Man war im angesagtesten Restaurant der Stadt und fand es schrecklich? Ich würde es zwar erwähnen, aber auch, dass ich es nicht weiterempfehlen würde. Mir ist dabei wichtig, auch weiterzugeben, was mir nicht gefallen hat. Auf Hasstiraden verzichte ich selbstverständlich; denn jede Wahrnehmung ist anders. Vielleicht ist man trotzdem inspiriert, besucht den Ort dennoch und es gefällt? Ist mir übrigens alles schon passiert. 😉

Details
Ich versuche stets, meine Berichte detailgetreu zu schreiben. Und damit meine ich nicht, alles bis ins kleinste Detail zu erzählen, sondern, dass man Erlebnisse detailliert und lebendig wiedergibt. Was ich nicht mag, wenn Handlungen aus lediglich einem Satz bestehen, wie beispielsweise: «Wir waren Pizza essen.» Gerne erwähne ich den Namen des Restaurants, die Atmosphäre oder sogar die Pizza selbst (zuvorkommender Service, beste Pizza in ganz Italien, die Stimmung war gelöst, der Abend war lau, die Nähe zum Meer perfekt).

Zitate & Gedanken
Wenn es passt, finde ich es schön, Zitate einfliessen zu lassen. Doch ist es zu viel, wirkt der Text (auch rein optisch) oft sehr überladen. Bei meinen Texten binde ich gerne eine Frage (auch gerne im rhetorischen Bereich) mit ein, die zum innehalten oder nachdenken anregen soll. Auch die eigenen Gedanken und Gefühle in den Text zu packen finde ich schön: Wie habe ich mich in diesem Moment gefühlt? Hat der Ort meine Erwartungen erfüllt? Welche Eigenschaften sprechen für oder gegen diesen Ort? Diese Gedankengänge geben dem Ganzen eine persönliche Note, was mir sehr wichtig ist.

Inhalt
Der Inhalt soll auf wahren Fakten basieren. Lieber einmal zu viel recherchieren anstatt zu wenig. Ich verzichte mittlerweile darauf, jede Öffnungszeit auf meinem Blog anzugeben, da dies einfach so schnell ändern kann; und schliesslich keine falschen Informationen verbreiten möchte. Wenn ein Text viele Fremdwörter beinhaltet, wir es schnell sehr anstrengend, ihn zu lesen. Ich lasse diese deshalb weg, denn ich möchte ja nicht, dass meine Reiseberichte aufgrund dessen nicht mehr gelesen werden. 😉 Mir gefallen klare Linien und flüssige, nicht allzu lange Sätze. Schau über deine Texte nochmals drüber, um Tippfehler oder das eine oder andere Satzteichen zu korrigieren.

Bilder
Mir gefallen gute Bilder und ich finde, dass sie lange Texte wahnsinnig gut auflockern. Zudem: Wenn ich einen Reisebericht lese, liebe ich es, mir die Orte anhand der Fotos vorstellen und mich dorthin träumen zu können. Mittlerweile nutze ich Lightroom, um meine Bilder minim zu bearbeiten; ich mag es nicht, wenn die Bilder zu stark bearbeitet sind und dadurch unnatürlich aussehen.



Ich hoffe, du konntest aus meinen Tipps etwas für dich mitnehmen.
Am wichtigsten ist sowieso der nicht aufgelistete Punkt: Spass daran haben!

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