Afrika

Geheimtipp Kapverden

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Wir sind der Kälte entflohen und auf die kapverdische Insel Sal gereist. Kap was? Du hast noch nie davon gehört? Überhaupt kein Problem, so geht es am Anfang vielen und so ging es auch uns. Im heutigen Beitrag möchte ich dir die Insel deshalb etwas näher bringen.

‹No Stress!› So lautet das Lebensmotto der Einwohner von Cabo Verde. Und man merkt wirklich, dass sie dieses Motto gerne ausleben, denn auf der Insel Sal ticken die Uhren deutlich langsamer. Perfekt also, wenn du einige Tage entschleunigen möchtest. 🙂 Doch wo liegen die kapverdischen Inseln überhaupt? Die Kapverden, ein afrikanischer Inselstaat, bestehen aus 15 Inseln; nur 9 davon sind aber auch bewohnt. Die ehemals portugiesische Kolonie liegt rund 580 Kilometer vor der westafrikanischen Küste. Vor der Entdeckung der Portugiesen, welche einige der Insel schlussendlich auch besiedelten, waren die Kapverden vollkommen unbewohnt. Aus dem Mix der europäischen und der afrikanischen Traditionen entstand etwas komplett neues: die kreolische Kultur. Aufgrund dessen ist die offizielle Amtssprache zwar portugiesisch; sehr oft wird aber auch Kreol gesprochen. Und: Die Bewohner jeder Insel sprechen ihr ‹eigenes› Kreol, also quasi Dialekt. Da es auf den Kapverden, und vor allem auf Sal, eher trocken ist, gleicht die Landschaft einer Halbwüste. Andere Inseln sind mit Palmen, Salzsümpfen, Gestein oder Grasfluren bedeckt. Auch die Fauna ist auf den Inseln recht artenarm; lediglich einige Reptilien, Fledermäuse und Meeresschildkröten haben hier ihr zuhause.



Anreise
Die beiden Inseln Sal und Boa Vista sind aktuell die einzigen, die direkt ab Basel mit dem Flugzeug angeflogen werden. Der Flug dauert rund 6 Stunden und verlief problemlos. Auf dem Weg nach Sal erwartete uns auf Boa Vista ein Zwischenstopp von rund 45 Minuten, um andere Gäste einzusammeln. Bei diesem Zwischenstopp kann man bequem sitzen bleiben und so ist das auch keine grosse Sache. 🙂


Einreise & Visum
Schweizer Staatsbürger benötigen für die Einreise nach Sal einen Reisepass, welcher noch mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig ist, und ein Visum. Wenn du eine Pauschalreise gebucht hast, erkundige dich am besten bei deinem Reiseanbieter. Die Gebühr für die Visa wird dafür genutzt, um Häuser auf der Insel zu bauen. In diese können Menschen einziehen, die zu wenig verdienen, um sonst überleben zu könne. Mir gefällt diese Idee wirklich gut. Die Einreise verlief schnell und ohne Komplikationen.


Unterkunft
Unseren Aufenthalt auf Sal haben wir im TUI BLUE Cabo Verde genossen. Das 5-Sterne Hotel liegt direkt am Strand; die Zimmer sind sauber und geräumig. Das Essen ist sehr lecker, sowohl am Buffet als auch in den Spezialitätenrestaurants; es gibt auch Themenabende wie beispielsweise Seafood, mexikanisch oder asiatisch. Es gibt genug Abwechslung und auch Alternativen (vegetarisch, vegan oder glutenfrei). Und selbstverständlich haben wir auch den SPA-Bereich getestet und uns eine Massage gegönnt. Ich muss dir vermutlich nicht sagen, dass diese unfassbar guttat. 😉 Auch sonst läuft im Adults Only Hotel alles unter dem Motto ‹alles kann, nichts muss› – das hat uns sehr gefallen. Insgesamt war es ein total schöner Aufenthalt und wir sind tiefenentspannt wieder nachhause gereist.



Was kann man auf Sal unternehmen?
Hier kommen unsere Ausflugsideen:

Murdeira
In Murdeira lebten bis zur Jahrtausendwende nur sehr wenige Menschen; der Ort wuchs mit dem zunehmenden Tourismus aber stetig. Mudeira befindet sich an der Sal’s Westküste und beheimatet schöne kleine Buchten; die Baia da Murdeira ist sehr reich an Fischarten und aus diesem Grund als Meeresschutzgebiet ausgewiesen. Wir setzten uns kurz ans Meer, liessen uns den Wind durch die Haare wehen und machten uns wieder auf den Weg.



Palmeira
In Palmeira, welches ebenfalls an der Westküste der Insel liegt, haben wir einen kurzen Spaziergang unternommen; ausserdem haben wir Groque, den Nationalschnaps, und Kaffee degustiert (mir hat übrigens beides nicht zugesagt). In Palmeira befindet sich auch jener Handelshafen, der von grossen Schiffen angefahren wird. Über diesen Hafen findet der Grossteil der Güter den Weg ins Landesinnere und zu den Hotelanlagen. Das Bild der kleinen Stadt wird durch seine Wracks, Lagerhallen, Öltanks und Werftanlagen geprägt.



Buracona
Buracona ist eine kleine Bucht im Südwesten der Insel. Hart schlagen die hohen blaugrünen Wellen an die dunkle Klippe. An einigen Stellen ist das Wasser sogar so klar, dass man bis auf den Grund sehen kann! Doch Buracona ist vor allem für eines sehr bekannt: das olho azul. Das blaue Auge wird bei Sonnenschein sichtbar und lässt das Wasser blau leuchten. Wir hatten leider Pech und keinen Sonnenschein. Ich war schon etwas enttäuscht, da ich mich sehr auf das Spektakel gefreut hatte. Doch gegen die Natur sind wir Menschen nun einmal machtlos. 🙂



Terra Boa & die Fata Morgana
Auch auf die Fata Morgana war ich super gespannt, denn einer solchen bin ich bislang nicht begegnet. Der Weg führte uns von Buracona einige Minuten lang über holpriges Gelände durch die Wüste. Als wir ausstiegen, brachten wir uns in die richtige Position (nämlich in die Hocke), um die optische Täuschung erkennen zu können. Und wieder einmal mehr war mehr beeindruckt, was die Natur zu bieten hat.



Espargos
In Espargos, der Hauptstadt von Sal, haben wir zu Mittag gegessen. Meine Empfehlung ist es, unbedingt das Nationalgericht Cachupa zu probieren. Der deftige Eintopf mit Mais, Bohnen, Kohl und Kartoffeln ist super lecker und wirklich sättigend. Die Stadt Espargos entstand rund um den Hausberg Monte Curral herum, auf welchen wir hochfuhren und den schönen Ausblick von oben genossen. Sonst hat Espargos nicht viel zu bieten.



Pedro de lume
Unser Abenteuer ging weiter und der nächste Stopp waren die (ehemaligen) Salzsalinen der Insel. Der kleine Ort Pedro de lume befindet sich im Osten der Insel; die Salzsalinen auf dem Grund eines Vulkankraters. Entstanden sind sie natürlichen Ursprungs. Wir sind in den Salinen geschwommen, oder besser gesagt geschwebt, was irgendwie speziell war. Bisher war mir dieses Phänomen nur vom Toten Meer bekannt. Aber die Salinen auf Sal weisen sogar einen noch höheren Salzgehalt im Wasser als das Meer im nahen Osten auf. Heute hat die Produktion des Salzes aber keine Bedeutung mehr und die Saline befindet sich in Privatbesitz.



Botanischer Garten
Zum Schluss des Tages ging es noch in den Botanischen Garten, den Viveiro. Dieser war voller Grün, beheimatete einige Tiere und hat sogar einen eigenen Kakteenzoo. Am liebsten hätte ich ja allesamt gerne mit nachhause genommen! Wir machten einen Rundgang und bekamen sehr viel erklärt dabei, was super interessant war und ich lernte dabei einiges. Der Garten mit dem Streichelzoo ist unabhängig und man kann auch Pflanzen kaufen oder auch für Events mieten.



Santa Maria
Ich würde sagen, dass es sich bei Santa Maria um die lebhafteste und touristischste Stadt auf Sal handelt. Sie liegt an der Südspitze der Insel und hier befinden sich auch die vielen Hotels, Restaurants und Bars. Hier können Sonnenuntergänge oder ein Spaziergang auf dem Steg genossen werden; im klaren Wasser sind Schildkröten und Rochen beheimatet. In Santa Maria kann man aufgrund des starken Windes hervorragend kiten, vor allem der nahegelegene Strand ist ein Ziel für die Sportler.



Die kapverdische Insel Sal: karg, und doch viel Sehenswertes, sonnig, und doch immer windig.
Sal – eine Insel, die man nicht immer sofort auf dem Schirm hat. Und doch:
Eine Reise dorthin lohnt sich ganz bestimmt. Für jeden.
Wann wirst du Sal erkunden? Oder hast du sogar schon eine der Inseln besucht?

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