Schreiben

Zeitmanagement & Selbstdisziplin

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Für meine beste Freundin Noëmi von Womansphere durfte ich vor kurzem ein Interview geben. Womansphere ist die Plattform für Female Empowerment, Business und Mindset! Wenn du heute noch durchstarten und dir das Leben deiner Träume gestalten möchtest, dann bist du hier bei Noëmi genau richtig! Und um welche Themen sich das Interview drehte? Das kannst du hier in diesem Beitrag nachlesen. 🙂



Du bist Reisebloggerin – erzähl uns erst mal, was du so genau machst?
Als Reisebloggerin erzähle ich Geschichten von unterwegs. Was am Anfang nur für Familie und Freunde gedacht war, entwickelte sich bald zu einer grossen Leidenschaft. Geschrieben habe ich schon immer gerne, vom bloggen jedoch hatte ich keine Ahnung. Wenn ich nicht gerade blogge (oder meinen Traum von einer Weltreise verwirkliche), bin ich als Reiseberaterin tätig. Auch hier möchte ich den Menschen meine Erlebnisse von unterwegs weitergeben. Was für eine wundervolle tägliche Aufgabe!


Du wirst demnächst ein ganzes Jahr lang um die Welt reisen – wie bist du an die Planung von diesem grossen Projekt herangegangen?
Da dies bereits ein jahrelanger Traum von mir ist, hatte ich auch genug Zeit für die Planung. 😉 Ich habe mir zuerst alle Länder rausgeschrieben und dazu notiert, wieviel das Tagesbudget durchschnittlich beträgt. Dann habe ich die Länder im Detail studiert, wo man am besten hinreist; wo man am meisten sieht. Mir ist es unglaublich wichtig, dass ich von Anfang an weiss, wie hoch ich das Budget einplanen soll und was man dort so unternehmen kann. Einen Mix aus Sehenswürdigkeiten und eintauchen in die Kultur finde ich super. Die Reise unternehme ich ja nicht alleine, sondern mit meinem Mann. Die grobe Planung habe ich aber alleine vorgenommen, schliesslich liegt mir das gemäss seinen Angaben viel besser. 😉 Aktuell sind wir am Feinschliff und tätigen die ersten Buchungen.


Wie spontan bist du auf einer Skala von 1-10?
Oh, ganz schwieriges Thema! Als sehr organisierter und durchgeplanter Mensch mag ich spontane Situationen nicht immer so gerne. Ich würde also sagen, eine 6.


Wie sieht das bei dir finanziell aus? Woher kommt das Geld für einen solch grossen Traum? Bist du eher jemand, der sich etwas dazuverdient oder auf etwas verzichtet?
Den Traum hege ich seit 2013, doch auch dazwischen sind wir natürlich immer viel gereist. Den Lohn einer Reiseberaterin kannst du natürlich nicht mit jenem mit etwa Bänker vergleichen. Ich sage immer, dass man als Reiseberaterin nicht reich wird, sondern seine absolute Erfüllung findet. Und das ist doch die Hauptsache. Ich habe sehr viel verzichtet, gespart und habe sehr viel nebenbei gearbeitet, um mir noch Geld dazuzuverdienen.


Gleichzeitig einen Job zu haben, einen Blog zu führen, Mitinhaberin eines Verlages zu sein und eine Reise zu planen, das ist nicht ohne – wie managst du deine Zeit?
Das stimmt. Ich betone sehr oft, dass Zeitmanagement der Schlüssel dazu ist. Ich habe das grosse Glück, dass ich bereits von Natur aus jemand bin, der dies gut im Griff hat – ich liebe alles (wirklich ALLES), was mit Organisation und Zeitmanagement zu tun hat. Ich denke, das zu lernen ist relativ schwer, weshalb ich da sehr dankbar darüber bin. Für mein Zeitmanagement habe ich zwei Tools: eines auf dem Tablet und eines auf dem Laptop. Ich plane in Kategorien, z.B. Haushalt, private Termine, Verlag etc. Was erledigt ist, hake ich ab. Ich führe das sehr akribisch und genau. Mir macht alles viel Spass, was ich so mache, aber ohne diese beiden Tools wäre auch ich aufgeschmissen. 😊


Du hast wie viele von uns seit 2020 vielfach im Home Office gearbeitet. Wie schützt du dich vor Ablenkungen?
Genau, seit dem ersten Lockdown war ich bis Juli komplett zuhause, danach mehrheitlich. Da ich mein Handy und den Laptop für die Arbeit benötigte, war die Ablenkung oft eine grosse Versuchung. Da es sich aber nicht um eine sehr grosse Stundenanzahl handelte, die ich täglich arbeitete, riss ich mich hier einfach zusammen. Ansonsten: Handy weg und einfach auf eine Sache konzentrieren.


Wie kommst du in Arbeitsstimmung, wenn du von zuhause aus arbeitest?
Duschen, richtig anziehen, sauberer Arbeitsplatz. Ich arbeite zur Abwechslung gerne von zuhause; von daher fällt es mir oft leicht.


Was ist den Tipp, um Ordnung und Übersicht zu halten im Home Office?
Schon immer habe ich eine grosse Leidenschaft für schöne Büroartikel, welche mir helfen, den Arbeitsplatz sauber zu halten. Ich kann nur jedem empfehlen, sich solche zuzulegen. Für den perfekten Start in den Arbeitstag gibt es nichts Besseres, als wenn du dich ohne etwas zu suchen oder aufzuräumen an den Computer setzen kannst. Ein aufgeräumter Platz sorgt zudem für einen klaren Kopf. Wichtige Gedanken notieren, Papiere direkt abheften. Den Arbeitsplatz jeden Abend aufräumen gehört ebenfalls dazu, denn sonst studiere ich nur rum und kann nicht gut einschlafen.


Arbeitest du lieber im Büro oder Zuhause?
Ich finde: die Mischung machts. Im Büro arbeitete ich gerne mit meiner Kollegin zusammen, zuhause fällt der lange Arbeitsweg weg. Um in dieser Zeit trotzdem in Kontakt zu sein, haben wir nach der Arbeit immer kurz telefoniert und uns auf den neusten Stand gebracht.


Wie bist du dazu gekommen, einen Blog zu starten?
Schon lange wollte ich über meine Reisen berichten. Als wir 2016 vor unserer dreimonatigen Reise standen, habe ich eine Facebook-Seite begonnen. Irgendwie war ich damit nicht ganz zufrieden und irgendwann meinte Noëmi zu mir, ob ich nicht Lust hätte, meine Erzählungen auf einem Blog festzuhalten? Ich hatte damals noch keine Ahnung und sie hat mir alles beigebracht. Bis heute blogge ich sehr gerne und auch regelmässig.


Du hast auch schon zwei Reiseführer herausgegeben und bist inzwischen Verlegerin und Mitinhaberin eines Schweizer Kleinverlages. Wie ist es dazu gekommen?
Auch da war es irgendwie Zufall. Noëmi und ich träumten gerne zusammen von einem Verlag, bis wir dann mit dem Gedanken spielten, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Wir beide ergänzen uns wahnsinnig gut, sodass das bis heute glücklicherweise super funktioniert. Vor meiner Tätigkeit als Reiseberaterin arbeitete ich in einer Buchhandlung und von daher wusste ich, dass über Westaustralien praktisch keine Reiseführer existieren.


Wie planst du ein Buchprojekt, wie zum Beispiel deine beiden Reiseführer?
Als erstes notiere ich mir eine grobe Übersicht, welche Themen dieser beinhalten soll. Danach überlege ich mir Unterthemen. Also etwa: Sprachführer (Thema), Begrüssung, Zahlen, Nahrungsmittel (Unterthemen). Dann folgen ‘Details’ wie Sehenswürdigkeiten, Routenvorschläge, Wanderungen etc. Zum Schluss überlege ich, welche Bilder man für welche Themen verwenden kann, sofern ich bereits welche habe, und wie man diese entsprechend anordnet. Die Planung finde ich schon wichtig, allein für den ersten Überblick, wenn man aber dann im Flow ist, kann man sich gut einfach ‘treiben’ lassen. Anordnen kann man am Schluss immer noch.


Wenn du einen Tag frei hast – wie sieht der aus?
Da ich keine Langschläferin bin, starten auch meine freien Tage eher früh. Ich erledige zuerst den Haushalt, danach erledige ich oft noch einige Sachen für unseren Verlag. Auch mein Blog darf natürlich nicht zu kurz kommen und ich finde immer etwas, was man noch verbessern, ändern oder ergänzen kann. Hierbei liebe ich es, kreativ zu sein und neues auszuprobieren. Am Nachmittag lese ich dann entweder ein bisschen oder sehe fern. Oft bilde ich mich danach noch eine halbe Stunde weiter, sei es im Internet oder anhand von Podcasts. Oft koche ich dann auch schon Abendessen, mein Mann kommt nachhause und wir essen zusammen. Und dann ist der Tag auch schon wieder rum.😊


Was machst du lieber – schreiben oder lesen?
Was für eine gemeine Frage, die ich mittlerweile ohnehin nicht mehr wirklich beantworten kann. Beides hat seinen Reiz und ich mache beides wirklich sehr gerne. Ein ‘lieber’ gibt es daher gar nicht mehr.


Der Trend zeigt, dass papierlos immer moderner wird – wo bist du bereits umgestiegen und wo hängst du noch zurück?
Mittlerweile habe ich auch meine To Do Listen seit dem ersten Lockdown ‘digitalisiert’. Ich lerne gerade Isländisch und da nutze ich nebst der App sehr gerne mein Notizbuch, da ich mir das von Hand geschriebene viel besser merken kann. Für Ideen unterwegs nutze ich mein Handy, schreibe diese aber immer ebenfalls in mein (separates) Notizbuch. So kann ich die To Do’s und Ideen offline bearbeiten. Für mich ist es so die perfekte Mischung und ich möchte auch noch nicht alles digitalisieren.


Welche Arbeit im Haushalt liegt dir überhaupt nicht?
Betten beziehen. Ich bin wirklich sehr froh, dass dies mein Mann erledigt.


Räumst du lieber jeden Tag ein paar Minuten auf oder einmal am Wochenende die ganze Wohnung?
Ausser waschen und bügeln erledige ich alles an einem Tag. Seit dem ersten Lockdown hatten wir Samstag im Büro immer geschlossen, weshalb ich den ganzen Haushalt auf diesen Tag legte. Aufgrund des Wäscheplans in unserem Haus habe ich an einem bestimmten Tag gewaschen und danach gebügelt. Wenn aber die Küche komplett unordentlich ist, räume ich auch mal nur diese auf unter der Woche. Aber nach einem ‘Haushalts-Tag’ ist dann alles wieder blitzblank. 😊


Dein bester Aufräum-Tipp?
Ich putze und räume Raum für Raum nacheinander auf.


Dein bester Zeitmanagement-Tipp?
Alles notieren. Und mit alles, meine ich alles. Bei mir stehen auch ‘Buch fertiglesen’ oder ‘XY treffen’ auf der To Do Liste. Das hilft mir, den Überblick zu behalten. Und ganz wichtig: Sich nicht zu viel vornehmen. Ich weiss, dass ich viel schaffen kann, wenn ich ununterbrochen konzentriert bin, jedoch kommt oft noch etwas dazwischen, weshalb ich es wichtig finde, seinen Zeitplan nicht vollzustopfen.


Was tust du an Tagen, an denen du dich schon beim Aufstehen unproduktiv fühlst?
Dann setze ich mich zwar an meine Aufgaben, aber oft nicht den ganzen Tag. Das ist aber ganz normal und okay so. Ich weiss ja, dass wieder Tage kommen, an denen ich produktiver sein werde. Meiner Meinung nach bringt es absolut gar nichts, sich da zu stressen oder gar zu überfordern.


Wie wichtig findest du Mindset im Hinblick auf einen erfolgreichen Alltag?
Sehr wichtig, denn ‘mindset is key’. Damit beschäftige ich mich nun auch schon sehr viel seit etwa 5 Jahren. Das Thema finde ich super spannend, bin aber der Meinung, dass sich da jeder seine eigenen Gedanken dazu machen sollte, da es so viele verschiedene Richtungen gibt. Nur Mindset alleine reicht meiner Meinung nach auch nie aus, da gehört noch einiges mehr dazu.


Wie steigert man deiner Meinung nach Selbstdiziplin? Ist sie lernbar? Wie?
Ziele und Prioritäten setzen, Zeitpunkte / Deadlines festlegen, Ablenkung (Handy etc.) fernhalten. Bis zu einem gewissen Grad kann man das sicher lernen; allerdings wird es immer Menschen geben, die von Natur aus so selbst diszipliniert sind, dass man das nicht lernen kann. Die obengenannten Punkte kann man trainieren; ich würde allerdings empfehlen, die Messlatte anfangs nicht zu hoch zu stecken. Denn nichts ist demotivierender, als seine Ziele nicht erreichen zu können.



Das Interview hat dir hoffentlich ebenso gut gefallen wie mir. Hast du noch weitere Tipps zu den Themen Selbstdisziplin und Zeitmanagement? Dann freue ich mich auf deine Nachricht oder deinen Kommentar.

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